Pellworm wird Entwicklungszone im Biosphärenreservat

Was ist überhaupt eine Biosphäre?

UNESCO Biosphärenreservat

"UNESCO-Biosphärenreservate sind international repräsentative Modellregionen. Sie verwirklichen nachhaltige Entwicklung und erhalten Lebensräume. UNESCO-Biosphärenreservate werben für den Ausgleich der Interessen von Umweltschutz und Wirtschaft, für ein Zusammenleben von Mensch und Natur."

(Deutsche UNESCO Kommission)

Biosphärenreservate sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung. Sie werden von der UNESCO ausgezeichnet und stellen die Menschen in ihrem natürlichen Lebensumfeld (ihrer „Biosphäre“) in den Mittelpunkt. Biosphärenreservate bestehen aus drei Zonen: In der Kernzone hat der Naturschutz Vorrang. In der Pufferzone ist eine eingeschränkte Nutzung möglich. Kernziel in der Entwicklungszone ist ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Die Entwicklungszone wird ausdrücklich als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung verstanden und ist nicht mit naturschutzrechtlichen Auflagen oder Einschränkungen verbunden.

Pellworm als Biosphären-Entwicklungszone

Genauso wie bei der „Biosphäre Halligen“ geht es bei der „Biosphäre Pellworm“ um den Beitritt zum Biosphärenreservat als Entwicklungszone. Anstatt Vorschriften oder gesetzlichen Regelungen bestimmen die Insulaner selbst: Welche Handlungsfelder sind für Pellworm wichtig? Welche Entwicklungsziele sollen erreicht werden? Und wie? Wichtig ist: Die Biosphäre Pellworm ist ein öffentliches Gemeinschaftsprojekt, bei dem sich jeder einbringen kann. Konkrete Mitmachmöglichkeiten gibt es im Rahmen von rund 20 Biosphärenprojekten, in denen sich zahlreiche Pellwormerinnen und Pellwormer für ein lebenswertes Umfeld engagieren und an einem harmonischen Zusammenwirken von Mensch und Natur arbeiten.

Hintergrund zum Biosphärenreservat

Pellworm ist umgeben vom Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen.
Pellworm ist umgeben vom Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen.

Das Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer besteht seit 1990 und ist (fast) deckungsgleich mit dem Nationalpark. Die Kernzone und die Pufferzone entsprechen den Zonen 1 und 2 des Nationalparks. Eine Entwicklungszone bekam das Biosphärenreservat erst 2004, als es um die „Biosphäre Halligen“ erweitert wurde (Gröde, Hooge, Langeneß, Oland und Nordstrandischmoor). Die geplante Biosphäre Pellworm würde ebenfalls Teil der Entwicklungszone werden.

 

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass sich Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft nicht auf gegenseitige Kosten, sondern im Gleichgewicht miteinander entwickeln. Dazu gehört auch, dass die Entwicklung in der Gegenwart nicht zulasten zukünftiger Generation geschieht. Wie nachhaltige Entwicklung konkret aussieht, ist in jeder Region anders. Daher macht die UNESCO auch keine Vorgaben, wie Nachhaltigkeit in einzelnen Biosphärenreservaten aussehen soll. Wer ein Biosphärenreservat sein möchte, muss einen eigenen nachhaltigen Weg finden. Wichtig ist aber, dass dieser Weg von der Bevölkerung entwickelt und getragen wird.

Weitere Informationen

Allgemeines zu Biosphärenreservaten

Biosphärenreservate in Deutschland

Kriterien für die Anerkennung und Überprüfung von Biosphärenreservaten der UNESCO in Deutschland

 

Wie machen`s andere? 

Beispiel Rahmenkonzept Biosphärengebiet Schwäbische Alb

 

 

Mitmachen und informieren: 

Sie möchten das Rahmenkonzept mitgestalten? Sie möchten Interessenvertreter für AG´s vorschlagen? Sie haben Projektideen? Kontaktieren Sie gerne die Projektleiterin Silke Wissel oder das Projektmanagement bei der Gemeinde. 

Kontakt

Ansprechpartnerin bei der Verwaltung des Biosphärenreservats:

Kirsten Boley-Fleet

Telefon 04861.61620

kirsten.boley-fleet@lkn.landsh.de

 

Ansprechpartnerin Biosphäre Halligen:
Sabine Müller
Telefon 04841.7707570

s.mueller@halligen.de