Schulen und Kitas - das Land entlastet die Eltern

Zur Entlastung der Eltern stellen wir rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können wir den Januar beitragsfrei gestalten", erklärte Finanzministerin Monika Heinold. Das Geld für die Erstattung der Kita- und Ganztagsbetreuungsbeiträge will das Land über die noch freien Mittel für die Kompensation aus dem Frühjahr (15 Millionen Euro) sowie über den Härtefallfonds (10 Millionen Euro) finanzieren.

  • Kita-Notbetreuung wird fortgesetzt
  • Erstattung der Elternbeiträge

    Für den Januar werden die Eltern von den Kosten der Kindertagesbetreuung entlastet. Das Land übernimmt die Beiträge unabhängig davon, ob die Eltern ihr Kind zu Hause betreuen oder die Notbetreuung in Anspruch nehmen müssen. Dies gilt auch für die Kindertagespflege. Die Erstattung wird wie im Frühjahr 2020 abgewickelt.

  • Erhöhung des Kinderkrankengeldes

    Der Bund wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil und 20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende gewährt wird. Dieser Anspruch gilt auch dann, wenn Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, weil die Betreuungseinrichtungen pandemiebedingt geschlossen sind.

  • Erstattung von Verdienstausfall

    Berufstätige Eltern können 67 Prozent ihres entstandenen Verdienstausfalls für bis zu zehn Wochen, Alleinerziehende für längstens 20 Wochen erstattet bekommen.
  • Kein Präsenzunterricht in den Schulen

    Ab dem 11. Januar ist der Präsenzunterricht in schleswig-holsteinischen Schulen ausgesetzt. Man wolle allen Schüler:innen ermöglichen, ihre Bildungslaufbahnen wie geplant fortzusetzen, sagte Bildungsministerin Karin Prien. Deshalb böten die Schulen ab Montag den Abschlussjahrgängen entsprechende Lern- und Vorbereitungsangebote in Präsenz an. Wie bereits im Frühjahr wird es wieder eine Notbetreuung für Schüler:innen der Jahrgangsstufen 1-6 geben.

Am 16. und 17. Januar werde das Land abhängig von den Inzidenzwerten, der Entwicklung der Virusmutation sowie der Beschlusslage von Bund und Ländern prüfen, ob und unter welchen Bedingungen die Schulen eventuell auch schon vor Februar wieder schrittweise für den Präsenzunterricht öffnen können. Sollte die Zahl der Neuinfektionen in Schleswig-Holstein dauerhaft deutlich unter der Grenze von 50 pro 100.000 Einwohner liegen, könne es schon vorher zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts kommen, erklärte Prien.

Für die Zeit nach dem Lockdown hat das Bildungsministerium einen Corona-Reaktionsplan erarbeitet. Zukünftig werden in Landkreisen, in denen die Inzidenz über 50 pro 100.000 Einwohner steigt, die Schüler:innen ab Jahrgangsstufe 7 automatisch in den Wechselunterricht gehen. Weiterhin wird es eine inzidenzabhängige Maskenpflicht an den Schulen geben.