Corona-Lockdown wird verlängert

Die geltenden Regeln (mit geschlossenen Läden, Restaurants, Fitnessstudios, weitgehenden Schließungen von Schulen und Kitas) werden bis 31. Januar verlängert!

Die hohen Infektionszahlen machen weitere Verschärfungen ab Montag, 11.01.2021 notwendig, erklärte der Regierungschef Daniel Günther.

Die wichtigsten Kernpunkte in der neuen Landesverordnung sind die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und im privaten Raum.

  • Zusammenkünfte zu privaten Zwecken sind nur noch mit Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie einer weiteren Person zulässig.

Vereinzelte Ausnahmen sind möglich

 

Ausnahmen sind möglich zur Sicherstellung der Betreuung von Kindern unter 14 Jahren oder von pflegebedürftigen Personen. So können beispielsweise zwei Haushalte die Betreuung der jeweiligen Kinder gemeinsam sicherstellen. Es sollte sich dabei möglichst jeweils um einen festen, nicht wechselnden Haushalt handeln.

  • Pflegeeinrichtungen: Besucher müssen Tests vorlegen

 

Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe dürfen weiterhin von zwei registrierten Personen besucht werden. Diese müssen jetzt zum Besuch ein höchstens 24 Stunden altes negatives Corona-(Schnell-)Testergebnis vorlegen. Die Testungen sollen auch in den Einrichtungen vor Ort angeboten werden.

  • Testpflicht bei Einreise aus Risikogebieten

Die Landesregierung hat auch die Quarantäneverordnung angepasst. So wird neben der bereits bestehenden Pflicht zur zehntägigen Quarantäne wieder eine Testpflicht bei der Einreise aus Risikogebieten eingeführt. Reiserückkehrer:innen können sich kostenpflichtig an den Teststationen der Kassenärztlichen Vereinigung testen lassen. Getestet werden kann auch 48 Stunden vor der Einreise. Für die Testpflicht gelten die aus der Quarantänepflicht bekannten Ausnahmen (z.B. "kleiner Grenzverkehr").

 

Beide Verordnungen treten am Montag, 11. Januar, in Kraft. Sie gelten bis einschließlich Sonntag, 31. Januar 2021.

Link zur Landesverordnung

Link zur Quarantäneverordnung

 

* Bund und Länder haben sich außerdem auf eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit geeinigt. Das betrifft Menschen in Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen. Diese dürfen sich dann nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Ausgenommen sind Fahrten zur Arbeit oder Arztbesuche. Reisen und Tagesausflüge sind dann nicht erlaubt. Derzeit sei Schleswig-Holstein noch weit von diesen Zahlen entfernt, sagte Günther, aber die Bundesländer, die den Bewegungsradius bereits eingesetzt haben, hätten damit gute Erfahrungen gemacht, auch, dass sich viele Menschen daran hielten.

* Die Zahl der Kinderkrankentage soll verdoppelt werden - und Eltern sollen sie auch nehmen dürfen, wenn Schul- oder Kitabetrieb wegen Corona eingeschränkt sind. Weiterhin soll allen Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen im Januar eine Impfung gegen das Coronavirus angeboten werden.

 

Schulen sollen ebenfalls bis zum Monatsende weitestgehend geschlossen bleiben. Es findet kein Präsenzunterricht statt, sondern lediglich eine Notbetreuung. Für die Abschlussklassen solle es eine Präsenzmöglichkeit geben, kündigte Günther an. Diese und weitere Regelungen für den Schulbetrieb werde Bildungsministerin Karin Prien am Mittwoch bekanntgeben. Auch über die Regelungen für Kitas werde dann informiert.

 

Mit Solidarität durch die Krise

Das Ganze, was wir hier machen, lebt auch davon, dass möglichst viele Menschen das auch aus eigener Überzeugung mitmachen, dass alle eben auch wissen: Wenn wir durch diese schwere Krise kommen wollen, dann geht’s nur mit Solidarität, betonte Günther und appellierte an die Schweswig-Holsteiner:innen sich auch weiterhin an die Regeln zu halten.

 

Am 25. Januar wollen Bundeskanzlerin und Ministerpräsident:innen wieder zusammen kommen, um das weitere Vorgehen für Februar zu besprechen.