Corona-Hilfen und Impf-Planungen

SPORT

Das Land unterstützt die Sportvereine in der Corona-Pandemie mit weiteren 2,5 Millionen Euro. Nachdem es bereits im Frühjahr ein Sport-Soforthilfe-Programm gegeben hatte, wollen wir jetzt mit weiteren 2,5 Millionen Euro die Vereine im Land unterstützen, erklärte Sütterlin-Waack, Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung. Mit dem Geld sollen finanzielle Engpässe aufgefangen werden, die den Sportvereinen unter anderem durch coronabedingte Vereinsaustritte und fehlende Eintrittsgelder entstehen. Das bereits beendete Soforthilfeprogramm für den Sport wird noch einmal neu aufgelegt. Die Bitte der Ministerin lautet: "Bleiben Sie Ihrem Verein treu!"

KINO

Die Corona-Pandemie hat zudem viele Kinobetreiber:innen im Land in eine existenzbedrohende Wirtschaftslage gebracht. Mit der "Kinohilfe Schleswig-Holstein" stellt die Landesregierung deshalb nun kurzfristig zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Kinos seien wichtige Kulturorte und müssten unterstützt werden, sagte Kulturministerin Karin Prien in Kiel. Die Kinohilfe werde als Zuschuss gewährt und müsse nicht zurückgezahlt werden. Antragsberechtigt sind auch Filmtheater in öffentlicher Trägerschaft und regionale Standorte von nicht-inhabergeführten Kinos.

Die Anträge für das neue Landesprogramm können ab sofort per Mail bei der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein eingereicht werden.

Filmwerkstatt Kiel
Dänische Straße 15
24103 Kiel
E-Mail: mueller@ffhsh.de

IMPFPLÄNE

"Die Impfung ist ein erster wesentlicher Schritt auf dem Weg aus dieser Pandemie", sagte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg vor den Abgeordneten im Landtag. Dennoch würde die Impfung jedoch nicht automatisch die Pandemie beenden. Wir leben nach wie vor mit dem Virus. Auch im kommenden Jahr würden Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen zum Alltag gehören. Ich bin überzeugt, dass die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner hier unverändert mitziehen und sich an die Regeln halten werden, wie sie es bisher getan haben. Nur dann werden wir weiterhin gut durch die Pandemie kommen.

Derzeit gehe die Landesregierung davon aus, dass die europäische Arzneimittelagentur (EMA) bis zum 29. Dezember dieses Jahre über die Zulassung in Europa entscheiden werde, sagte Garg. Sobald die EMA den Impfstoff zugelassen hat und die Auslieferung des Impfstoffes erfolgt ist, werden wir auch in Schleswig-Holstein mit dem Impfen beginnen. Zunächst sollen Bewohner:innen von Alten- und Pflegeheimen sowie Medizin- und Pflegepersonal ein Impfangebot erhalten. Die Impfung ist freiwillig und kostenlos.

Voraussichtlich Anfang Januar soll jeweils ein Zentrum pro Kreis oder kreisfreier Stadt an den Start gehen – vorausgesetzt, dass die entsprechende Impfstoffmenge dann verfügbar ist. Darüber hinaus setzt das Land mobile Impfteams ein, um die Versorgung der Pflegeeinrichtungen auf dem Festland und den Inseln zu gewährleisten. Für die anderen Inselbewohner:innen werden Impfaktionstage stattfinden. Auch niedergelassene Hausärzt:innen sollen mittelfristig Impfungen anbieten können. Dies ist allerdings abhängig von der Entwicklung und Verfügbarkeit der Impfstoffe und deren Anforderungen an Lagerung und Transport.