Neue Corona-Regeln mit Sonderweg

Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) trägt die Entscheidung mit, den Teil-Lockdown wegen hoher Coronazahlen bis zum 20. Dezember zu verlängern. Allerdings kündigte er nach der Video-Schalte mit der Kanzlerin an, dass einige Verschärfungen in Schleswig-Holstein nicht umgesetzt werden. Während die Kontaktbeschränkungen in den anderen Ländern noch einmal verschärft werden, will Günther an den eigenen Kontaktbeschränkungen fürs Land festhalten. In Schleswig-Holstein liegt die Grenze aktuell bei zehn Personen - im öffentlichen Raum aus zwei Haushalten und im privaten Raum aus Haushalten ohne Einschränkungen. Dabei soll es auch bleiben.

* Keine neuen Regeln für den Einzelhandel

* Für Hotels und Gaststätten noch keine Lockerungen

"Ich weiß, das ist ein besonderer schleswig-holsteinischer Weg", sagte Günther. Die Regelungen hätten sich bewährt. Das Land gehöre zu den zwei einzigen Bundesländern, in denen der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert unter 50 liege. "Unser Ziel in Schleswig-Holstein ist es, im Januar zu Öffnungen zu kommen", meinte der CDU-Politiker. Frühestens dann könne dies auch in der Gastronomie und bei den Hotels der Fall sein.

Die Regierungschefs der Länder hatten sich aber auch darauf verständigt, dass es noch zusätzliche Verschärfungen geben soll, wenn der Inzidenzwert in Regionen über 200 steigt.

Diese Regeln im Umgang mit der Corona-Pandemie gelten bis zum 30. November.