Geflügelpest in Schleswig-Holstein nachgewiesen

In Schleswig-Holstein ist bei mehreren verendet aufgefunden Wildvögeln der Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen worden. Das nationale Referenzlabor für Geflügelpest, das Friedrich-Loeffler-Inistitut (FLI), hat die Nachweise bestätigt.

Erste Geflügelpest-Nachweise erfolgten in den letzten Tagen bereits bei Wildvögeln in den Niederlanden. Auch in Hamburg gibt es Untersuchungen.

Im Kreis Nordfriesland wurde an der Küste bei drei verendet aufgefundenen Wildvögeln (Großer Brachvogel, Pfeifente, Wanderfalke) die Geflügelpest amtlich festgestellt.

Geflügelhalterinnen und -halter sollten ihr Geflügel vor einem möglichen Erregereintrag bestmöglich schützen und die in der Geflügelpest-Verordnung für alle vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umsetzen. Hierzu gehört unter anderem, dass Tiere nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden dürfen. Zudem darf kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben.

Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, müssen ebenfalls für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.

Das Veterinäramt des Kreises ordnet nun die Aufstallung von Geflügel nach der Geflügelpest-Verordnung in Küstennähe und weiteren Wildvogelrastgebieten an. Hierzu stellt der Kreis Nordfriesland entsprechende Informationen zur Verfügung.

Allgemeinverfügung Geflügelpest 30.10.2020