Pellworm auf dem Weg zur Sterneninsel

Dr. Hänel erläutert die Auswirkungen unterschiedlicher Farbtemperaturen. Foto: Wissel/LKN.SH
Dr. Hänel erläutert die Auswirkungen unterschiedlicher Farbtemperaturen. Foto: Wissel/LKN.SH

Auf dem Weg zur Zertifizierung als Sterneninsel ist schon einiges geschafft: Alle 165 Straßenlaternen der Insel sind gezählt und kartiert, und mit Hochdruck wird deren Anpassung an die Anforderungen eines Sternenparks vorbereitet. Eine Lichtleitlinie wurde bei der Sitzung der Gemeindevertretung am 10.12.2019 verabschiedet, mit der sich die Gemeinde Pellworm verpflichtet, mit der eigenen Beleuchtung möglichst wenig Lichtverschmutzung zu verursachen. Für Eigenheimbesitzer gilt die Lichtleitlinie lediglich als Empfehlung: Am 6. Dezember hielt Dr. Andreas Hänel dazu im Bürgerhaus einen sehr informativen Vortrag. Anhand vieler Beispiele aus anderen Sternenparks und auch mithilfe mitgebrachter Leuchten machte er deutlich, wie viel Licht oftmals ungenutzt in den Himmel strahlt und den Blick auf den Sternenhimmel „verdeckt“. Anschaulich zeigte er die Prinzipien auf, mit denen für notwendige Beleuchtung gesorgt werden kann, ohne den Nachthimmel zu beeinträchtigen: Lampen nach oben und zur Seite abschirmen; nur das beleuchten, was wirklich beleuchtet werden soll; Beleuchtung dimmen oder abschalten, wenn es nicht benötigt wird; warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur von möglichst unter 2700 Kelvin, denn diese stört weder Insekten, Vögel oder Fledermäuse bei ihrer nächtlichen Orientierung, noch bringt sie den Schlafrhythmus von uns Menschen durcheinander! 

 

Das Projekt "Sterneninsel Pellworm" wird gefördert mit Mitteln des Landesprogramms ländlicher Raum Schleswig-Holstein. 

 

Silke Wissel, Projektleiterin „Biosphäre Pellworm“, für das Biosphärenteam Sternenpark, sterneninsel@pellworm.de